CASUAL Friday by GinGinGin.de

Es gibt sie diese Tage: Die ersten Sonnenstrahlen sind schon da, aber leider sagen einem die Berge an gebrauchten Tempos und die schweren Lieder: "Der Frühling beginnt wenn deine Erkältung durch ist, Freundchen" (kleiner autobiografischer Einschub). Also brauchen wir heute etwas, um Frische und freie Atmung hinzubekommen für den Casual Friday. Gestatten, der Príncipe de los Apóstoles Mate Gin.

Ätherische Öle und Frische aus Argentinien

Nur zur Sicherheit und als Disclaimer: Natürlich ist dieser Gin keine Medizin. Aber er bringt Eukalyptus ins Glas. Daher die Verbindung zur aktuellen Erkältungsthematik. Aber was ist sonst noch in diesem Gin? Klar, Wacholder, Mate, ebenfalls klar, Koriandersamen, Pomelloschale (eine Art Mix aus Orange und Grapefruit) und Peperinablätter. Peperina ist eine Minzart, die anders als die Europäischen Minzsorten mehr Öle in sich trägt, die auch in Zitronen, Orangen, Thymian und Oregano zu finden sind. Diese Kombination macht aus dem Gin ein sehr leichtes, minziges Vergnügen. Im Vergleich zum Hamburger Skin Gin z.B. ist hier die Minze aber nicht so stark, sondern eher subtil und als feinere Note, nicht der "Botanical-Dominator".

Wer steckt hinter dem Príncipe de los Apóstoles Gin?

Dieser Gin, manche sagen es sei der beste Argentiniens, wurde von Renato "Tato" Giovannoni entwickelt. Dieser ist ausgebildeter Designer, was ihn mir persönlich ja sehr sympathisch macht ;-) Aber das würde maximal ein gutes Label erklären. Sein Elternhaus brachte ihm die Gastronomie nah, und er konnte in der Vergangenheit eine Vielzahl international anerkannter Bars beraten. Und eine kleine Parallele zu Ribbon gibt es auch: Nicht nur ist er Berater, sondern setzt Dinge auch um. In diesem Fall seine eigene Bar, die er vor ein paar Jahren in Buenos Aires eröffnete. Nicht ganz ohne Erfolg, denn alleine zweimal bekam er die Auszeichnung "beste Bar Südamerikas" zugesprochen.

Renato „Tato“ Giovannoni, Mixologist und Entwickler des Príncipe de los Apóstoles Mate Gin, photo: EUGENIO MAZZINGHI

Nomen est omen

Neben dem Hinweis auf die Mate im Namen des Gins, und somit auch einen wesentliche und ziemlich einzigartige Zutat, steckt noch der Stadtname Príncipe de los Apóstoles mit im Namen. Hier wurden von den Jesuiten die ersten Mate-Plantagen angelegt. Also der "kultivierte Ursprung" des heute überall in Argentinien als Tee beliebten Mate. Dies ist auch der Grund, warum die Mate im Gin ist. Tato wollte seinen Gin mit typischen argentinischen Botanicals gestalten.

Auch im Negroni eine Freude …

Probieren?

Wer in Berlin ist, der findet eine Vielzahl an Bars, die den Gin aufgenommen haben. Die deutsche Website verrät wo dies möglich ist. Wer diesen ungewöhnlichen Gin kaufen möchte kann ihn zu einem sehr fairen Preis direkt beim Importeur bestellen. Es handelt sich bei diesem Gin nämlich um 0,7-Literflaschen, nicht die üblichen 0,5.

Klare Hausbar-Empfehlung

Auch wenn dies nicht der ganz normale Gin mit viel Wacholder- und einer guten Portion Zitrusnoten ist, so kann ich nur zu diesem Gin raten, ob im Gimlet, Tom Collins, ja sogar im Negroni macht dieser Gin etwas her. Und als Geschenk sowieso. Zum Wohl und auf die Gesundheit.

Cheers und Ginsalabim,
Jan