Immer mehr Unternehmen unterstützen das soziale Engagement ihrer Mitarbeiter: Das ist dann „Corporate Volunteering“ und alle Beteiligten profitieren davon.

Angefangen hat es bei uns mit einer großen Weihnachtsaktion 2017. Etwas Sinnvolles sollte es sein. Die Idee wurde geboren: Ein Hilfsprojekt im Viertel, um in unmittelbarer Nachbarschaft etwas Gutes zu tun. Gesagt, getan. Schnell war das Winternotprogramm e.V. identifiziert. Zwischen November und März bekommen bis zu 200 Obdachlose eine Mahlzeit am Abend. Lebensmittel und Spenden wurden organisiert, und dann haben alle 20 Teammitglieder Brote geschmiert, belegt, garniert und am Abend an die Obdachlosen ausgegeben. Eine Aktion, die uns  glücklich gemacht hat und von der wir immer noch sprechen. Seitdem engagieren sich Mitarbeiter bei Ribbon in sozialen Projekten: Helfen Flüchtlingsfamilien, lesen vor in Altersheimen oder stellen ihr Know-How in Coachings für Projektmanagement und Kommunikation in NGO‘s zur Verfügung. Bis zu drei Stunden wöchentlich oder zehn Prozent gesamt wird sich bei Ribbon ehrenamtlich während der Arbeitszeit engagiert. Das Engagement ist gewollt: Die Geschäftsleitung wünscht sich das ausdrücklich und unterstützt es großzügig. Und alle Mitarbeiter wissen das zu schätzen.

Immer mehr Unternehmen in Deutschland nutzen ebenfalls solche Programme und Angebote. Ob Allianz, Microsoft, Deutsche Bank, RWE oder Philips - drei Viertel der Großunternehmen in Deutschland setzen bereits erfolgreich auf Corporate Volunteering. Die Strategie stammt ursprünglich aus den USA und gilt mittlerweile auch hierzulande in den Abteilungen HR, Marketing und PR als ein „Must Have“. Allerdings handelt es sich nicht um ein Ehrenamt nach Feierabend, sondern um ein Mitarbeiterengagement während der Arbeitszeit. Corporate Volunteering leistet viel für Mitarbeiter und für das Unternehmen. Es ist eine regelrechte Allzweckwaffe für Employer Branding, gegen zu hohe Fluktuation und Krankenstände, trainiert soziale Fähigkeiten und motiviert die Mitarbeiter. Viele Menschen wollen spüren, dass sie etwas bewegen können. Sie wollen Sinnvolles schaffen und kein Leben als Bürosklave fristen. Ein gutes Gehalt und ein schicker Wagen reichen nicht mehr. Besonders die Unternehmen, die die besten Mitarbeiter an sich binden wollen, müssen umdenken und mehr als nur Materielles bieten.

Inzwischen gibt es auch Tools, die die Wirkung von sozialem Engagement im Unternehmen messbar machen und Apps, die Angebote für soziales Engagement über das Intranet einstellen, gesteuert vom Unternehmen selbst.

In diesem Sinn: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!